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CORONA  - Die wichtigsten Infos im Überblick

20.03.2020 | 12:04 Uhr - Der Corona Virus ist das Thema #1 im Radio, Fernsehen, Zeitungen und im Netz. Die Informationsflut ist inflationär - umso schwerer fällt es dann, dort den Überblick zu behalten. Aufgrund vermehrter Fragen zur aktuellen Situation, entschied ich mich hiermit einen Überblick zu erstellen. 

Corona? COVID-19 oder SARS-CoV-2?

Bereits bei der Bezeichnung herrscht Verwirrung pur. Was ist was?

Die Bezeichnung Corona ist auf das kranzförmige Aussehen der Coronaviren zurückzuführen (Lateinisch "corona": Kranz,Krone). Coronaviren sind u.a. auch verantwortlich für SARS aus dem Jahr 2003. Die offizielle Bezeichnung des neuartigen Coronavirus ist deshalb SARS-CoV-2. Die Erkrankung durch das Coronavirus wird dann offiziell COVID-19 genannt. 


Corona ist nicht gefährlicher als eine Grippe!? 

#flattenthecurve - heißt das Zauberwort.

Lt. dem Robert-Koch-Institut erkrankten seit letzten Herbst ca. 145.000 Menschen an Grippe. 247 davon starben. Das sind um ein vielfaches mehr als derzeit vom Corona-Virus. Wo ist also das Problem?

Das Problem liegt in den exponentiell steigenden Zahlen der Infizierten. Dadurch, dass das Coronavirus seine Wirtszellen bereits in den oberen Atemwegen (Bronchien, Hals...) findet und nicht wie bei der Grippe in den tiefen Teilen der Lunge kann sich das Virus weiter verbreiten, bereits bevor man Symptome merkt. 

Die hohe Zahlen der Grippeinfektionen im Vergleich zu Covid-19 erklärt sich ferner dadurch, dass das neuartige Coronavirus bei 0 infizierten begann, während man bei der Grippe bereits etliche erkrankte hatte. Die Grippe verbreitet sich quasi - um in bildlicher Sprache zu reden - "mit fliegendem Start" während Corona einen "stehenden Start" hatte.

Ich glaube, dass viele Menschen derzeit noch nicht verantwortungsvoll genug mit der Situation umgehen, weil sie sich kein Bild von der exponentiellen Ausbreitung des Virus machen können. Deshalb hier einmal ein bildlicher Vergleich zum Thema "exponentiellen Wachstum".

Stell dir vor, wir beide stehen nebeneinander und ich gehe 30 Schritte linear nach vorne. In dem Fall stehe ich logischerweise in etwa 30 Schritte von dir entfernt. Würde ich allerdings neben dir stehen und 30 Schritte exponentiell nach vorne gehen, dann hätte ich 26 mal die Erde umkreist!

Das ist der Unterschied zwischen linearen und exponentiellen Wachstum. In Deutschland stehen wir am Anfang der exponentiellen Kurve. Deshalb ist es wichtig, dass jeder Verantwortung übernimmt und bestmögliches tut um nicht aktiv als Multiplikator an der exponentiellen Verbreitung beteiligt zu sein!



Die Ausbreitung des Coronavirus

Erstmals sollen sich Menschen in China auf dem Huanan-Seafood-Markt in Wuhan infiziert haben. Dieser befindet sich in der Provinz Hubei. Es wird über erste Infektionen mitte November 2019 berichtet. Am 31. Dezember 2019 wurde das WHO-Landesbüro in China über eine Häufung von Patienten mit einer Lungenentzündung unbekannter Ursache informiert.

Von dort breitete sich der Virus exponentiell in China aus und wurde zur Epidemie. Bis heute gab es über 80.000 bekannte Fälle in China. 

Am 13. Januar 2020 wurde der erste Fall außerhalb Chinas - in Thailand - bestätigt. Am 23. Januar 2020 wurde der erste Infektionsfall außerhalb Asiens in den Vereinigten Staaten von Amerika gemeldet. Auch in Deutschland wurde durch das Bayerische Gesundheitsministerium im Januar 2020 bereits eine erste Infektion bestätigt. Seit Februar 2020 gab es erste Todesfälle außerhalb Chinas.

Die Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Eine Pandemie unterscheidet sich von einer Epidemie durch eine weltweite Ausbreitung. 

Weltweit am meisten betroffen ist China mit fast 81.000 Fällen, jedoch werden aus China nur noch wenige neue Infektionen gemeldet. Ob letzteres mit einem starken Rückgang der Neuinfektionen oder mit einer hohen Dunkelziffer aufgrund von weniger durchgeführten Tests einhergeht ist derzeit noch fraglich. 

Aktuell melden Italien, Spanien, der Iran, Deutschland, Frankreich und die USA die meisten Neuinfektionen.


Raus gehen oder Zuhause bleiben?

Dieses ist ebenfalls ein sensibles Thema. So liest man heute etliche Beiträge bei Facebook von Menschen die sagen: "Seid ihr verrückt? Bleibt zuhause!"

Den Lesern dieses Blogs rate ich jedoch - solange wie noch keine Ausgangssperre verhängt wurde - nicht zuhause zu bleiben!

Die Ausgangssperre wird vermutlich verhängt werden, weil sich nur bedingt an die aktuellen Maßnahmen gehalten wurde. "Corona-Partys" und Versammlungen von Schülern zeigten eindrucksvoll wie wenig Verantwortung übernommen wird. 

Nicht zur Risikogruppe zu gehören heißt nicht, dass man nicht bereits infiziert sein kann und somit andere bereits anstecken kann. Falls du einer von denen bist, die sich darüber hinwegsetzen: Stell dir einmal vor, deine eigene Oma wird von jemandem infiziert, der nicht zur Risikogruppe gehört und sich das Virus beim grillen mit Freunden eingefangen hat.

Auf dieser Grundlage bin ich strikt dafür, dass jeder Eigenverantwortung übernehmen sollte und auf sämtliche unnötigen sozialen Kontakt im "real Life" verzichten.

Ist man jedoch in der Lage, diese Eigenverantwortung zu übernehmen, so kommt ein täglicher Spaziergang alleine an der frischen Luft und in der Sonne dem Immunsystem zu gute. Diese Meinung vertritt auch Hendrik Streeck als Facharzt für Virologie und Infektionsepidemiologie und Leiter des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum in Bonn. 


Krise als Chance

"Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen."
~ Chinesische Weisheit


...und der Wind des Wandels weht offenbar derzeit ziemlich stark. In einem Jahr werden wir zurückblicken und sehen, dass die Menschen diese Zeit auf 2 verschiedene Arten und Weisen nutzten. Die einen als Motor und die anderen als Bremse.

Einer der häufigsten Punkte, welche ich in den letzten 10 Jahren als Grund hörte, sich nicht verändern zu können, war der Faktor Zeit. Im Kontext von Sport reagierte ich zu Zeiten Obamas darauf immer mit: "Der Präsident der vereinigten Staaten von Amerika hat Zeit um Sport zu machen, wer bist du, dass du keine hast?" 

Diejenigen, die keine Zeit vor Corona hatten, werden auch nun Gründe dafür finden, sich nicht verändern zu können und jene, die bereits vor Corona Zeit hatten, werden gerade jetzt Wege finden um sich noch mehr zu verändern.

Es ist nun leichter als je zuvor mit dem Finger auf die eigene Regierung oder die Unfähigkeit einzelner Politiker zu zeigen. Die Frage ist jedoch: Was haben wir als Individuum davon?

Ich bin ein großer Freund davon, die vorhandenen Ressourcen auf die Dinge zu fokussieren, welche wir ändern können - und das ist aktuell mehr als wir denken. Ghandi sagte: "Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt" - und diesen Satz sagte er nicht lediglich aufgrund seiner altruistischen Haltung. Vorweg zu gehen und sich als erster zu verändern ist die einzige Möglichkeit, dass andere einen Ernst nehmen. Alles andere gleicht dem übergewichtigen Mann im Unterhemd, welcher auf dem Sofa mit einem Bier in der Hand die Laufwege deutscher Nationalspieler kritisieren. 

Was können wir also tun?

Wenn du nicht nach draußen gehen kannst, geh nach innen

Es gibt eine Sache, die das Potenzial hat, die gesamte Welt in dieser Krise zu verändern. Diese Sache ist nicht neu, sondern ist in nahezu allen Weisheitslehren seit Jahrhunderten verankert und fester Bestandteil nahezu aller Kulturen. Es ist der Blick nach Innen. 

Was soll das bringen?

Stell dir einmal einen Eimer vor, welcher mit trüben Wasser gefüllt ist, weil Sand und Wasser darin vermischt sind. Dieser Eimer repräsentiert deinen Verstand. Im Alltag unserer hektischen Leistungsgesellschaft sind wir gezwungen an etliche Sachen zu denken - oft sehen wir dabei den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und verlieren den Blick für das wesentliche.

Wie würden wir jetzt Klarheit in diesen Eimer bekommen? - Indem wir ihn still stehen lassen!

Genau so verhält es sich auch mit unserem Verstand. Erst wenn wir in die Stille gehen bekommen wir Klarheit für all die Dinge die wirklich wichtig sind, die wir verändern wollen und für die Chancen die damit einhergehen.


Muss ich mir Sorgen machen?

Nein, musst du nicht! Diese Antwort mag einige überraschen. Ich möchte deshalb an dieser Stelle zwischen 2 verschiedenen Arten von Gedanken unterscheiden.

  • Praktische Gedanken
  • Psychologische Gedanken

Praktische Gedanken sind konstruktiv. Weitsichtigkeit aus der Ruhe heraus war noch nie verkehrt. So ist es nicht verkehrt sich zusammen zu setzen und Gedanken zu machen dahingehend, wie bspw. ein Leben mit der Familie während einer Ausgangssperre organisiert werden sollte.

Psychologische Gedanken hingegen unterscheiden sich von praktischen Gedanken dahingehend, dass dadurch oft Unruhe, Stress oder vereinfacht gesagt - Negativität entsteht. Sie sind nicht konstruktiv und haben keinerlei positiven Effekt. Sich "Sorgen zu machen" heißt sich physisch im hier und jetzt in Gedanken Schreckensszenarien über eine ungewisse Zukunft zu machen. Jene Schreckensszenarien existieren zu diesem Zeitpunkt nicht. Sie sind nicht real - lediglich in unserem virtuellen Konstrukt innerhalb unseres Gehirnes. Zuwider den praktischen Gedanken erzeugen sie jedoch bspw. einen erhöhten Cortisol Ausstoß welcher sich nicht positiv auf unser Immunsystem auswirken wird. 

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Sachliche und praktische Weitsicht aus der Ruhe heraus macht durchaus Sinn! Sich Sorgen aufgrund von fiktiven Schreckensszenarien bezüglich der Zukunft zu machen, in welche man sich hineinfühlt, jedoch niemals.


Quellen zu Covid-19

Folgende Quellen zur aktuellen Situation im Allgemeinen und zu aktuellen Statistiken haben sich bewährt:

Statistiken:

Allgemeine offizielle Informationen: 

Categories: Allgemein

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